
Jagdschein Kurzwaffe Kaufen – Der komplette Guide
So erwerben Sie als Jäger legal Pistolen und Revolver für den Fangschuss
Anders als bei Langwaffen benötigen Sie für den Erwerb einer Kurzwaffe mit Jagdschein zusätzlich eine Waffenbesitzkarte (WBK). In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie als Jäger eine Pistole oder einen Revolver für den Fangschuss legal erwerben können.
Das Wichtigste in Kürze
- Kurzwaffenerwerb erfordert Jagdschein + WBK
- Bedürfnis: Fangschuss bei der Jagd
- Max. 2 Kurzwaffen für Jäger (Regelfall)
- Typische Kaliber: 9mm, .357 Magnum, .44 Magnum
Warum Kurzwaffen für Jäger?
Als Jäger gibt es legitime Gründe, eine Kurzwaffe mit Jagdschein kaufen zu wollen:
Fangschuss
Der häufigste Grund: Tierschutzgerechtes Erlegen von angeschossenem oder verletztem Wild. Eine Kurzwaffe ist handlicher als eine Langwaffe.
Nachsuche
Bei der Nachsuche auf krankes Wild ist eine Kurzwaffe als Backup-Waffe praktisch und kann schneller eingesetzt werden.
Voraussetzungen für den Kurzwaffenerwerb
Um eine Kurzwaffe kaufen mit Jagdschein zu können, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Gültiger Jagdschein
Sie müssen einen gültigen Jahresjagdschein besitzen und aktiv als Jäger tätig sein.
- Nachweis des Bedürfnisses
Sie müssen darlegen, warum Sie eine Kurzwaffe für die Jagdausübung benötigen (typischerweise Fangschuss).
- Waffenbesitzkarte (WBK) beantragen
Bei Ihrer Waffenbehörde müssen Sie eine WBK mit dem Bedürfnisgrund „Jagd" beantragen.
- Zuverlässigkeit und persönliche Eignung
Wird bei Jägern in der Regel als gegeben angesehen, wenn der Jagdschein gültig ist.
Schritt-für-Schritt: WBK für Kurzwaffe beantragen
Formular „Antrag auf Erteilung einer Waffenbesitzkarte" ausfüllen
Begründung: Fangschuss, aktive Jagdausübung, ggf. Jagdpachtvertrag
Jagdschein-Kopie, Personalausweis, ggf. Nachweise aktiver Jagdausübung
Nach Genehmigung können Sie beim Händler Ihre Kurzwaffe erwerben
Welche Kurzwaffen sind für Jäger geeignet?
Für den jagdlichen Einsatz (Fangschuss) sind bestimmte Kurzwaffen besonders geeignet:
| Waffentyp | Kaliber | Eignung |
|---|---|---|
| Revolver | .357 Magnum / .44 Magnum | Ideal für Fangschuss auf Schwarzwild |
| Revolver | .38 Special | Gut für Rehwild, leichter Rückstoß |
| Pistole | 9mm Luger | Universell einsetzbar, hohe Magazinkapazität |
| Pistole | 10mm Auto / .45 ACP | Stärker, für größeres Wild geeignet |
💡 Praxistipp
Für den Fangschuss empfehlen viele erfahrene Jäger einen Revolver in .357 Magnum. Vorteile: Zuverlässig, robust, kann auch .38 Special verschießen, und bei einer Ladehemmung genügt ein erneuter Abzug.
Mengenbegrenzung bei Kurzwaffen
Anders als bei Langwaffen gibt es für Kurzwaffen eine Mengenbegrenzung:
- Standardfall: 2 Kurzwaffen für Jäger mit Bedürfnis „Fangschuss"
- Erweitertes Bedürfnis: Mehr Kurzwaffen bei nachgewiesenem Mehrbedarf möglich
- Sportschützen: Als zusätzliches Bedürfnis können Sportschützen weitere Kurzwaffen erwerben
Kosten für WBK und Kurzwaffe
- WBK-Gebühr: ca. 50-100€ (je nach Bundesland)
- Revolver (neu): 500-2.000€ (z.B. Smith & Wesson, Ruger)
- Pistole (neu): 600-1.500€ (z.B. Glock, SIG Sauer)
- Gebraucht: oft 30-50% günstiger
- Munition: ca. 0,30-1,00€ pro Schuss (je nach Kaliber)
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